Zwei Arten von Menschen

Ich glaube, es gibt zwei Arten von Menschen. Schon oft gehört, oder? Ich glaube, es gibt Menschen, die prinzipiell erstmal freundlich sind, und solche, die immer erstmal unfreundlich sind.

Beide Arten von Menschen können sich im Nachhinein als nett herausstellen (oder eben auch nicht), aber ich gehöre gerne zu den Leuten, die von Anfang an freundlich sind (und es dann hoffentlich auch bleiben).

Ich bin gerne freundlich. Und nett. Für mich ist nett nämlich nicht die kleine Schwester von Du-weißt-schon-wem (nein, nicht von Voldemort …), sondern Nettsein ist wichtig für mich. Mit einem Lächeln ist nämlich schon viel gewonnen, und zwar mit einem echten. Falsch grinsen kann jeder, aber ich bin am liebsten ehrlich nett. Einfach, weil ich das gerne mag. Und gut kann.

Vor allem sind andere Leute auch direkt viel freundlicher, wenn man es selbst ist. Klar, man schickt sie ja nicht erst einmal in die Defensive. Sie müssen sich gar nicht erst gegen deine Unfreundlichkeit verteidigen, sondern sind gleich kooperativer.

Klar ist: Auch wenn man nett ist, kriegt man nicht alles, was man will, und schon gar nicht sofort. Aber auch ein nettes „Nein“ hört man lieber als ein unfreundliches. Und man sieht sich doch eh zweimal im Leben. Da kann man auch beim ersten Mal nett sein.

Nette Leute sind nicht gleich Ja-Sager. Nette Leute können etwas auch doof finden und das sogar sagen. Sogar nette Chefs müssen vielleicht mal eine Kündigung aussprechen. Nette Leute müssen auch nicht jedem direkt helfen oder ihre eigenen Bedürfnisse (dauerhaft) hinten anstellen. Wer nett ist, ist nicht automatisch emotionaler Fußabtreter oder ständig verfügbar. Aber nett und respektvoll abzulehnen, ist viel wert. Nett sein fühlt sich für mich besser an.

Zu welcher Sorte Mensch gehörst du? 

PS: Auch meine Nachbarin Sina ist nett. Zusammen haben wir die „nette neue Welt“ gegründet, damit es auch bei uns im Kiez auf Dauer (noch) netter wird.